Osttirol - Dein Berg Tirol

Karte Hochpustertal
        Sitemap     English  Italiano
Detail Untertilliach Obertilliach Kartisch Anras Abfaltersbach Strassen Heinfels Sillian Außervillgraten Innervillgraten
Themen
Bergbahnen
Ausflugsziele

Sagen & Geschichten vom Hochpustertal




Der Thurntaler Urban:
Kräutersammler & Wettermacher.
Weil ihm die Sillianer keine Kräutlein mehr abkauften, schloß der arme Mensch mit dem Teufel einen Pakt. Mit Zauberkünsten ließ er Unwetter und Hagel über das Pustertal niederprasseln. Sillian wollte er vertilgen und er begann den Abfluß des Thurntaler Sees wegzugraben, damit das Wasser den Ort überflute. Das sah ein Hirte. Der rannte zu Tal und läutete die große Glocke. Da schwand die Kraft des Urban und Sillian war gerettet. Noch heute sieht man die "schwarzen Flecke", wo der Urban die Schaufel abgeputzt hat.

Eine Sage aus Volkzein:
Übermütige Hirten hatten aus Lumpen eine große Puppe gemacht. Dieser schöpften sie Mehlmus ein. Wie groß war das Entsetzen aller, als die Figur das Mus schluckte und sich darauf in den Teufel verwandelte. Erst als den zu Tode Erschrockenen einfiel, das Vaterunser von rückwärts nach vorne zu beten, verschwand der Spuk.

Das Goldtrögele:
In der Westflanke der Hochgrabe (Wilde Platte) habe ein Hirte einmal zufällig beim Wegwälzen einer Steinplatte ein mit Gold gefülltes Trögele, das sogenannte "Goldtrögele", entdeckt. Auf der Innenseite der Platte sei ein Kelch als Kennzeichen der Innichner Herrschaft eingemeißelt gewesen. Der glücklicke Entdecker habe die Fundstelle fürs erste sorgfältig verdeckt, damit ihm kein zweiter daran gerate, sie dann aber selbst nicht wiederfinden können, so sehr er sich den Ort auch einzuprägen versucht hatte.







Die Stuckenhexe:
Ander, der erfahrene, ältere Hirte, in Begleitung seiner beiden scheckigen Ziegen, treibt das Almvieh durch das Leitental, dessen unterer Bereich den Tilliachern, der obere Teil den Kartitschern gehört, bis hinauf zur Weitenalpe, der saftigen Weide, nahe des Unteren Stuckensees.

Dieser obere Bereich des Leitentales mit den schönen Stuckenwiesen wurde im Jahr 1814, angesichts der großen Hungersnot in Tilliach, von den Leitener Bauern zum Schandpreis für ein paar Haferbrote an die Kartitscher verkauft. Die Tilliacher waren trotz ihrer Notlage aber erbost über den schlechten Handel.

Laut klingen die tiefstimmige Glocke der Leitkuh und die hellen Glöcklein der Geisen durch das stille Tal. Ein strahlend blauer Himmel hatte jedes Wölklein verdrängt. Die Tiere fressen gierig das saftige Grün der Almweide und der Hirte Ander legt sich zufrieden, sein Gesicht unter dem schattenspendenden Hut versteckt, auf die weichen Grasmatten am Seeufer.
Plötzlich meint er ein sonderbares Kreischen zu hören und springt beunruhigt aus seinem Ruhelager hoch. Inmitten des Stuckensees, auf einem der beiden gewaltigen Steine, sieht er eine dunkle Gestalt sitzen. Ein Weib, das sich im Wasser betrachtet und laut fluchend, mit einem Baumzapfen sein verfilztes, graues Haar kämmt.
„Eine Hexe“, denkt sich Ander, dem vor Schrecken der Atem stockt. Erschrocken und mit heißerem Schrei fliegen die Bergvögel davon.
Und es ziehen Wolken auf, dunkel und schwarz, auch gefährlich weiße, wie aus Riesenwatte, bilden sich dazu. Ein plötzlicher Windsturm bricht an, bügelt das Almgras zu Boden. Ein furchtbares Heulen, Klagen und Jammern, ein Peitschen und Tosen erfüllt die Bergwelt. Der Tag ist zur Nacht geworden und feurig zucken die Blitze, denen der unheimlich dröhnende Donner ohne Abstand folgt. Schon prasseln die ersten Hagelkörner nieder, werden heftiger, mehr und mehr. Die Stucken-Wiesen gleichen einer Schneelandschaft.
Das Unwetter zieht weiter und entlädt sich wild und besorgniserregend über Kartitsch, wo man in den Hagelkörnern noch die grauen Haare der alten Stuckenhexe findet.
Der verzweifelte Hirte, durchnässt bis auf die Haut, findet sein Vieh heil, aber verängstigt und wie zu einem Knäuel gepfercht beisammen. Die Wolken sind verzogen und wieder scheint die Sonne. Es riecht nach Erde und Schwefel.
Die Stucken-Hexe inmitten des Sees ist verschwunden.
Doch niemand, der ihren Groll erweckt, darf in ihre Nähe kommen, sonst wird sie wieder Rache nehmend ihr Haar kämmen, fluchend das Unwetter heraufbeschwören, dass es sich schadenbringend über Kartitsch entlade.









zurück top drucken weiterleiten
Unterkunft finden
Region
Anreise am:
Aufenthalt
 Nächte
Zimmerart
 
  für je  Person(en)
Unterkunftstyp
Anfrage
Tourismusverband Hochpustertal

Sie finden nicht was Sie suchen? Wir geben Ihnen gerne persönlich Auskunft.

Sillian 86
A-9920 Sillian

T.: +43 (0)4842 6666
F.: +43 (0)4842-6666-15

E-Mail: info@hochpustertal.com

Hochpustertal
powered by Urlaub in Österreich© Tourismusverband Hochpustertal, info@hochpustertal.com | Presse | Partner | Impressum | Disclaimer